
BETTONA
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Bettona

Bettona |
BETTONA (355 m ü. d. M.)
Die Stadt - ein wichtiges landwirtschaftliches Zentrum - kann sich einer sehr alten Vergangenheit rühmen.Zeugnisse aus der vorrömischen Zeit sind ein etruskisches Hypogäum aus dem 2. Jh. v. Chr. in dem Gemeindeteil Colle und die umbrisch-etruskischen Stadtmauern. In römischer Zeit war Vettona zuerst Kolonie, dann Municipium. Im Jahre 1217 eroberte Assisi die Burg von Bettona, die 1352 unter die Herrschaft von Perugia kam und vollkommen zerstört wurde. Wiederaufgebaut durch Kardinal Albornoz war sie zuerst Domäne der Baglioni und dann des Kirchenstaates.
Die wichtigsten Denkmäler sind: der Palazzetto Podestarile (Palast desStadtvorsstehers) aus dem 14. Jh., in dem eine interessante Pinacoteca untergebracht ist (mit Werken von Fiorenzo di Lorenzo, Perugino, Tiberio d'Assisi, Dono Doni); die Kirche S. Maria mit Gemälden von Perugino, N. Alunno, der Schule von Siena und des Futuristen Gerardo Dottori; die Kirche S.Crispolto - erster Bischof von Bettona - aus dem Mittelalter, die im 18. Jh. jedoch tiefgreifende bauliche Veränderungen erfuhr; das Oratorio di S.Andrea, in dessen Innerem unlängst im Zusammenhang mit Restaurierungsarbeiten an der interessanten Holzdecke wertvolle Fresken aus der Spätzer Giotto-Werkstatt entdeckt worden sind; das Oratorium S.Onofrio, die heutige Friedhofskirche.
Ein Spaziergang um die mittelalterlichen Stadtmauern empfiehlt sich, sowohl, um die beiden mächtigen erhalten gebliebenen Teile der etruskischen Stadtmauern zu betrachten als auch, um den grossartigen Rundblick zu geniessen, der sich von hier über das Tal bietet, von Torgiano nach Perugia, Assisi und Trevi sowie über die Hügel, durch welche das Tal zum Tiber hin abgegerenzt wird. Ein weiterer schöner Spaziergang führt durch die Wälder des Monte Lauro, aus dessen Gestein alkalisch-eisenhaltiges Mineralwasser entspringt, das schon in antiken Zeiten für seine Heilkraft bei Magen-Darm-Leiden gerühmt wurde.
Beachtenswert sind auch im Gemeindeteil Passaggio di Abtei S. Crispolto und die aus dem 18. Jh. stammende Villa del Boccaglione, welche Piermarini zugeschrieben wird, der unter anderem auch der Architekt des Teatro alla Scala in Mailand ist.
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