
FERENTILLO
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Ferentillo ist eines der schönsten Dörfer der Valnerina. Es besteht aus dem beiden Ortsteilen Matterella und Precetto, die sich in der, zu einem Nadelöhr verengten Schlucht der Flusses Nera, gegenüberliegen.
Ferentillo ist im VIII. Jahrhundert n. Chr. von den Longobarden gegründet worden. Seine Geschichte ist eng mit der Geschichte der Abtei von "San Pietro in Valle" veknüpft, die bis zum Jahre 1300 Oberhaupt des gesamten Territoriums war.
Im Jahre 1300 befahl der Papst "Bonifazius der VIII. " Die Zuteilung der Ländereien der Abtei an die Besitztümer und die direkte Herrschaft der Kirche, um der Mißwirtschaft und den Streitigkeiten zwischen den Burgen der Gegend ein Ende zu setzen.
Die geistige Macht in den Händen behaltend, teilte die Kirche im Jahre 1407, die bürgerliche Juridiktion der Ländereien, dem Herzogtum von Spoleto zu.
Im Jahre 1415 wurde das Territorium zum Lehen (Großgrundbesitz) des Familiengeschlechts der Trinci aus Foligno und von 1515 bis 1730 ging es in den Besitz der Adelfamilie der Prinzen von Cybo und von Ancaiani über. Dann kämpfe Foligno lange gegen Montefranco und Spoleto.
Im Stadtteil Matterella treffen wir auf die Kirche S. Maria. Sie stammt aus dem XIII. Jahrhundert aber wurde im XVI. Jahrhundert wiedergebaut. Die Fassade wurde neulich restauriert aber, über dem Portal aus dem XV. Jahrhundert, sind die Überreste einer Freskomalerei "Madonna und zwei Engel"; Das Kircheninnere besitzt drei Schiffe mit Spitzbögen, Säulen und Pfeilern. An den Wänden sind Nischen und über den Altaren sind Fresken im umbrischen Stil aus dem XVI. Jahrhundert.
Im Stadtteil Precetto ist die Kirche S. Stefano, im XV. Jahrhundert aufgebaut mit drei Schiffen, einem schönen Taufbecken und einer interessanten Freskomalerei aus der Mitte des XVI. Jahrhunderts.
In der Kripta, groß wie die Kirche und mit zwei Schiffen, wurden Mumien aus dem Mittelalter gefunden: die Mumifizierung der Leichname wurde von der Boden beschaffenheit verursacht. Der Boden ist aus Sand und Salzen zusammengesetzt und die Fenster lüften die Kripta fortwährend.
Abtei San Pietro in Valle
Die Abtei San Pietro in Valle wurde im VIII. Jahrhundert von dem Longobardenherzog Faroald II gegründet. So stark zog es ihn in die Bergeinsamkeit, daß er zum ende seines Lebens als Eremit beim Kloster hauste. Der heutige Baukomplex aus Naturstein, von Zypressen und Ölbäumen umfriedet, stammt aus dem XI. Jahrhundert. In ihrer romanischen Schlichtheit ist die Klosterkirche San Pietro das bemerkenswerteste Kunstwerk der Valnerina, mit langobardischen Reliefs (am Hauptaltar) und reichdekorierten römischen Sarkophagen. Kunsthistorisch bedeutend ist der Freskenzyklus des XII. Jahrhunderts; diese interessanten Fresken schücken die Wände und die Apsis.
Neben der Kirche kann man der Kreuzgang und der imposante Glockenturm aus dem XII Jahrhundert bewundern.
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