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Gebiet von Foligno

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Die Südliche Valle Umbra

Die charakteristische territoriale Gliederung der südlichen Valle Umbra ist der Ausdruck vielschichtiger historischer Entwicklungen, die sich zwischen Autonomie und Abhängigkeit bewegen, die aber in keiner Weise ihrer polizentrischen Struktur widersprechen, die auch für die Entwicklungen nach außen hin offen bleibt.
Das Gebiet dieses Bezirks umfaßt die schöne Ebene der Valle Umbra, die weiche Hügellandschaft und einige Ausläufer des Apenninengebirbes.
Via Flaminia war durch die Jahrhunderte durch der wichtigste Drehpunkt für alle Arten des Austauschs, sei er menschlicher, wirtschaftlicher, kultureller oder ethnischer Natur.
Neben alten bäuerlichen Siedlungen, die mit der Zeit wichtige eigenständige Wirtschaftzentren werden konnten, finden wir Kunststädte, die seit Jahrhunderten bekannt sind.
Im Zentrum Foligno, Ort des Handels und Kreuzungspunkt der großen Verbindungsstraßen, und nicht zuletzt eine Stadt von großer historischer und vor allem künstlerischer Bedeutung.
Auch der Reichtum an natürlichen Ressourcen ist beachtlich, und hier vor allem der des Wassers in den zahlreichen Flußläufen, Mineralwasserquellen und unterirdischen Wasservorkommen, die zum Teil noch garnicht erschlossen sind.
Städte, Burgen, Dörfer, Stadtmauern, Festungsanlagen, Türme, Kirchen, Kloster und Kreuzgänge, Paläste und Adelshäuser, sowie die großen Landhäuser inmitten der Weizen-oder Sonnenblumenfelder prägen deutlich das hiesige Landschaftsbild.
Berühmte Heilige und Dichter, Schriftsteller und Maler haben hier gelebt oder ihre Spuren hinterlassen.
Die südliche Valle Umbra ist schließlich das Resultat einer jahrtausendealten Abfolge verschiedenster Kulturen: umbrissche, römische, und vereinzelt germanische Spuren, bis hin zur Enstehung der Stadtstaaten um das Jahr Tausend, womit auch die lange Geschichte der städtisch-architektonischen Strukturierung beginnt, die je nach herschender Tendenz Merkmale der Romanik, der Gotik, der Renaissance, des Barock oder des Klassizismus hinterläßt.
Es ist, wie die französische Journalistin Laurence Botta-Delannoy schreibt, fast unmöglich alle Schönheiten dieser Landschaft zu beschreiben, denn jede Erhebung, jedes Flußbett birgt immer wieder neue Reichtümer, die es wert sind, entdeckt zu werden.
Die Kette der Städte, inmitten ihrer Olivenhaine und Weinberge, die von den Bergen des Apennins bis zu der grünen Hügellandschaft reicht, und die die fruchtbare Ebene Folignos umringt, verleitete Bragazzi im vergangenen Jahrhundert dazu, diese faszinierende Gegend als die Rose Umbriens zu definieren.
Montefalco, die umbrische Aussichtsterrasse, für D'Annunzio die Stadt der Stille; Bevagna das trübe Mevania, von dem Properz schreibt, Wiege der handwerklichen Traditionen; Trevi, das dem sanften Verlauf des Hügels folgt und auf das Tal des Clitunno blickt; Spello, prachtvolle julische Siedlung; Nocera Umbra, die Stadt der Heil-und Mineralquellen, Gualdo Cattaneo mit seiner Festungsanlage und den zahlreichen mittelalterlichen Burgen, Valtopina mit Überresten aus römischer Zeit und den Ruinen alter Burgmauern, Sellano und das bezaubernde Vigi-Tal.
Und im Mittelpunkt schließlich Foligno, die Stadt der Trinci und der großen Mystikerin Angela; die Stadt, die sich rühmen darf, der Welt die erste gedruckte Ausgabe der Göttlichen Komödie gegeben zu haben; stromaufwärts dann die jahrtausendalte Benediktinerabtei Sassovivo, mit dem Kreuzgang aus Marmor, der durch ein Mosaikfries geschmücktwird; sie gilt als eine der wenigen Orte, an dem die Stille zu hören ist.
In diesen Bezirk, der neun Gemeinden umfaßt, ist das kostbare historische und künstlerische Erbe mit der Schönheit und der Besonderheit der unberührten und einzigartiger Natur, und mit den bäuerlichen, handwerklichen und gastronomischen Traditionen verbunden. Auch die religiösen Traditionen sind hier noch sehr lebendig, was sich in den zahlreichen Feierlichkeiten und Festbräuchen zu den verschiedenen Jahreszeiten äußert.

 

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