

FRATTA TODINA
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 Fratta Todina
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Fratta Todina
Der Ort liegt auf einem Hügel oberhalb des Zusammenflusses des Baches Faena und des Tibers, möglicherweise in dem Bereich, in dem sich einst jene Siedlung befand, die von Plinius "Tudernum" genannt wurde.
Er ist Kilometer von Todi entfeernt und mit 1732 Einwohnerne die kleinste Kommune des Bezirks und eine der kleinsten ganz Umbriens. Im Umland liegen zerstreut kleine Ansiedlungen und abgelegene Häuser.
Im "Liber focularium" oder "Buch der Flammen" des Komitees von Todi aus dem Jahre 1290 ist die Ortschaft unter dem Namen Villa oder Fracta Episcopi aufgeführt. "Dickicht des Bischofs" war also die Region, in der Bischof zahireiche Ländereien besaß und die später zum persönlichen Erholungs- und Urlaubsort wurde.
Auf Grund seiner geographischen Lage wurde Fratta Anlaß zum Streit zwischen Todi und Perugia, das versuchte, sich die Kontrolle über die Gebiete jenseits des Tider Perugia als Sieger hervorging. Zur Abwehr weiterer Übergriffe verstärkte Perugia die Turmanlagen von Torgiano, Fratta dagegen verblieb unter dem Einzugsbereich Todis und seines Bischofs.
1446 erweiterte und befestigte Braccio Fortebraccio von Montone, Generalvikar der Kirche, Herr von Perugia und Todi, Graf von Capua und Kronfeldherr des Königreichs Neapel, das Kastell von Fratta, um es so als Winterlager seiner Truppe und als seine Erholungsstätte abzusichern.
Im 16. Jahrhundert ließ der Bischof eine herrliche Villa errichten, die im darauffolgenden Jahrhundert von Kardinal Altieri, auch er Bischof von Todi, mit reichen Wasserspielen ausgeschmückt wurde. Das kühne Projekt hydraulischer Technik wurde vom Architekten Ludovico Gattelli entworfen. So wurde Fratta das ganze 18. Jahrhundert hindurch eine Art arkadische Kolonie für die reichsten Familien Todis, die sich hier die Ferien aufhielten und Ziel für die berühmten Oktoberausflüge.
1800 dehnte sich das Dorf ökonomisch auf Marsciano aus und Fratta di Marsciano genannt, bis es 1846 wieder Fratta di Todi hieß. Nach der Einglirderung Umbriens 1860 in das italienische Königreich wurde es Kommune unter dem Namen Fratta Todina.
Nicht weit vom Zentrum steht das Kloster della Spineta, einer der eindrucksvollsten Orte franziskanischer Tradition.
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