
NORCIA
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Norcia (604 m ü.d.M, 4.900 Einwohnen) liegt in einer der malerischsten Berglandschaften Umbriens, inmitten einer grünen Hochebene und umgeben von den Gipfeln der Monti Sibillini.
Es hat daher auch während der warmen Jahreszeit. ein besonders angenehmes Kiima, weshalb es ein bekannter Aufenthaltsort für Erholungssuchende ist.
Wie der Rest der Valnerina wird Norcia von all jenen geschätzt, die dem Streß und dem Chaos der Großstädte entfliehen und die heilsamen Bande mit der Natur wiederherstellen wollen.
Neben den landschaftlichen Schönheiten bietet Norcia sowohl dem Touristen als auch dem Sportbegeisterten viele Möglichkeiten: dank dieser ist Norcia als Sommeraufenthalt für Sportvereine der Spitzenklasse berühmt geworden.
Die Hochebene um Castelluccio gilt als das beste Gebiet für Drachenflieger in Europa; sie eignet sich auch hervorragend für alle Skiarten.
Veranstaltungen aller Art, seien es nun folkloristische oder musikalische, finden hier das ganze Jahr über statt: es sei in diesem Zusammenhang nur an die Trüffelmesse im Februar erinnert, auf der auch andere lokale Spezialitäten vorgestellt werden.
Für den Feinschmecker ist Norcia ein wahres Paradies, das auch über die regionalen Grenzen hinaus bekannt ist. Wurstwaren, Schinken, die schon genannten Trüffel, Käse und Linsen sind Grundlage einer schmackhaften und unverfälschten Küche.
Auch aufgrund der soliden Qualität seiner Hoteleinrichtungen, der vielfältigen Skala von Infrastrukturen und Dienstleistungen, der lebhaften wirtschaftlichen Aktivität, die vor allem auf der "norcineria" (Verarbeitung von Schweinefleisch) basiert, kann Norcia mit Recht als wichtigster Ort dieser Berglandschaft gelten.
Trotz der zahlreichen Restaurierung und den Bauten aus dem 19. Jahrhumdert sind überall die Spuren der Geschichte zu sehen: nicht nur in den wichtigsten Denkmälern, sondern auch in der Bauweise, den noch intakten Stadtmauern, den ansehnlichen Archivschätzen und einer großen Anzahl antiker und moderner Kunstwerke, die - trotz der erlittenen Plünderungen - das nursische Gebiet bereichern.
Norcia wurde von den Sabinern gegründet. lhre Romanisierung war zwar stark und ausgedehnt, aber ihre charakteristischen Züge sind nie ganz verschwunden. In der Spätantike wurde das Gebiet zu einer Provinz, und Gregorio d.Gr. erkannte der Stadt den Titel "vetusta" zu, der auf der Front der Porta Romana zu sehen ist. Gregorio d.Gr. war auch der Biograph der bedeutendsten Persönlichkeiten, die diese Gegend hervorgebracht hat: das heilige Zwillingspaar Benedikt und Scholastica, die im 6. Jh. lebten.
Norcia war aber auch der Gertunsort des republikanischen Helden Q. Sertorius und der Mutter des Kaisers Vespasian, Vespasia Polla.
Nachdem sich Norcia von der Vorherrschaft Spoletos befreit und im 13. Jh. das Stadtrecht erworben hatte, verblieb die Stadt unter dem "angenehmen Joch" der Kirche und entging damit jedem Versuch einer Unterwerfung.
Nachdem die glorreichste Zeit seiner Unabhägigkeit vorbei war, wurde Norcia im 16. Jh. zum Sitz einer Präfektur mit ausgedehnter Gerichtsbarkeit, die sich heute nur noch auf die Stadt selbst erstreckt.
Norcia trägt den Beinamen "Gemeinde Europas", und dies aus einem besonderen Grund: es ist die Heimatstadt des Hl. Benedikt, des Schutzheiligen Europas. Interessierten Besuchern bietet die Stadverwaltung das symbolische Dokument der "europäischen Staatsbürgerschaft" an.
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