|
Rundfahrten
Umbrien zwischen Orvieto und Todi
-
Zunächst führt die Route, Orvieto, gen Süden verlassend, durch das Pagliatal, welches vor der typisch mittelalterlichen am Tiber gelegenen Ortschaft Baschi, in dessen Tal übergeht. Die Staatsstraße steigt in die bewaldeten Hänge des Monte Croce di Serra (994 m) und durchquert die charakteristischen Gebiete von Montecchio und Civitella del Lago. Es bietet sich ein einzigartiges Panorama auf das Tibertal, vom Feuchtgebiet von Alviano über den See von Corbara, und den Felsen Orvietos bis hin zu den entfernten Bergketten am Horizont. Die Strecke führt abwärts auf der Staatsstraße, die den See von Corbara säumt, sich durch die Schlucht von Forello schlängelt, um schließlich Todi, eines der besonders lohnenswerten Ziele Umbriens zu erreichen. Entlang des Sees sind das Santuario della Pasquarella (Einsiedelei) und der vom heiligen Franz von Assisi gegründete Konvent von Pantanelli für Besucher mit religiösem und kunstgeschichtlichem Interesse zu empfehlen. Auf dem Rückweg von Todi folgt man der Staatsstraße, die längs der Hänge des Monte Peglia verläuft. Ein interessanter Abstecher führt nach Titignano, einem Landsitz aus dem 16. Jhr. Unweit von Prodo ist eine schöne mittelalterliche, aus lokalem rosafarbenen Gestein erbaute Burg gelegen. Weiter geht’s auf einer Nebenstraße entlang des Lago di Corbara (die unbefestigte Straße nach Osa oder die Landstraße nach Fossatello). Kurz davor, in Colonnetta di Prodo, führt eine andere Staatsstraße Richtung San Venanzo zum Monte Peglia, auf dessen Hängen sich das erschlossene Naturschutzgebiet der Sette Frati ausbreitet. Vorbei am Castello von Corbara, führt der Weg zurück nach Orvieto.
Weinberge und Geschichtsträchtige Ortsschaften
-
Der tonhaltige Boden der hügeligen Region ist im Tal zwischen Fabro und Allerona Scalo von tiefen Furchen duchschnitten. Das Landschaftsbild wird von Weinbergen und Olivenhainen bestimmt. Die Gegend um Fabro und die nördliche Hälfte des orvietanischen Gebietes sind auch bekannt für den weißen und schwarzen Trüffel. Die ansteigende Staatsstraße nach Viterbo nehmend, bietet sich einem ein phantastischer Blick auf die Stadt Orvieto, majestätisch auf seinem Felsen aus Tuffstein ruhend. Ein Abstecher führt zum nahegelegenen Castello Rubello, zum etruskischen Grabmal der "Hescanas" und zum Gebiet von Porano, wo sich der von einem weitläufigen Park umgebene Landsitz Paolina erhebt (Sitz der Forstwirtschaft des C.N.R.: Consiglio Nazionale delle Ricerche, staatliche italienische Forschungsgesellschaft). Zurück auf der Staatsstraße, zweigt ein Weg kurz vor Viterbo ab nach Castelgiorgio und dem von einer mittelalterlichen Burg dominierten Castel Viscardo. Vorbei an der Ortschaft Monte Rubiaglio, steigt die Straße wieder aus dem Pagliatal an nach Allerona, erschlossene Naturschutzgebiet von Villalba. Die Siedlungen von Fabro und Carnaiola wurden um mittelalterliche Burgen gebaut, wobei die Altstadt von Parrano von besonderem Interesse ist. Die Fahrt über Salci lohnt sich in jedem Falle. Archäologisch Interessierten bietet sich der Besuch der Teufelshöhlen (le tane del diavolo) an, Freunde des Wildwassersports zieht es hingegen in die Schlucht von Parrano. Ein weiterer Weg führt in die Gegend von Monteleone und Montegabbione, zu den Burgruinen von Castel di Fiori und Montegiove. Auf dem Rückweg nach Orvieto empfiehlt sich ein Halt im mittelalterlichen Dorf Ficulle, wo die Terracotta-Herstellung traditionell hohen Stellenwert besitzt. Die guterhaltene Burg von Sala ist in ein charakteristisches Weinanbaugebiet eingebettet.
Wanderwege
Die zahlreichen markierten Wege im orvietanischen Gebiet, gehören zu einem 255 km langen Streckennetz, welches wiederum mit den Wegen der umliegenden Gebiete verbunden ist: Amerino im Süden, Trasimeno im Norden und mit dem Naturschutzgebiet des Monte Rufenoin Latium. Wege mit dem Ausgangspunkt Orvieto:
- Teilstück der Route 4 - Dauer: 3 Std. - Porta Maggiore - Aufstieg des Tamburino, einer ursprünglichen romanischen Pflasterstraße - geteilter Stein, von dem die Legende erzählt, er habe sich auf wundersame Weise gespalten, um dem heiligen Korporale aus Bolsena kommend, Platz zu machen - von der Staatsstraße, die man dann überquert, genießt man einen herrlichen Blick auf Orvieto - der Weg führt in einen botanisch interessanten Wald mit verschiedenen Eichenarten - Abstecher nach Sugano und Canonica.
- Route 6 - Dauer: 2 Std. - Porta Maggiore - vorbei an einem römisch-mittelalterlichen Aquädukt zum Kapuzinerkloster - Ortschaft Castel Rubello, Abstecher zur etruskischen Grabstätte der "Heskanas" mit guterhaltener Bemalung - Porano (auf einem Tufsteinausläufer liegendes, von Mauern umgebenes Dorf).
|