

SAN GIUSTINO
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Schloß Bufalini

San Giustino |
San Giustino
San Giustino ist ein antikes umbrisches Zentrum, wie Auffindungen von Bronzegegenstände in der Umgebung zeugen (Monte Giove, Le Capanne, Panicale), das schon während der römischen Zeit dicht besiedelt war.
Der Name der Gemeinde stammt von einem römischen Soldaten, der 303 in der Nähe von Città di Castello gemartert wurde, wie er das Christentum zu verbreiten versuchte. Die antikste LandautteiIung der Gemeinde San Giustino geht auf das IV. Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung zurück. Es handelte sich um eine kirchliche Aufteilung, die aber damals auch verwaltungsmäßig gültig war und die das Territorium in Pfarreien gliederte.
San Giustino war in der Antike Lehen der Familie Dotti, ihr folgte diejenige der Bufalini. Die Geschichte des Dortes hängt eng zusammen mit dieser mächtigen und adligen Familie des XVI. Jahrhunderts und mit derjenigen von Città di Castello.
Und gerade im Zentrum befindet sich das Schloß Bufalini, eines der schönsten Zeugnisse eines reichen patrizischen Hauses, das bis in die heutige Zeit wundervoll erhalten ist.
Nach der französischen Herrschaft, ging die Gemeinde San Giusti-no 1814 dem Kirchenstaat über, die ihr 1817 die Selbstverwaltung gewährten, aber als Lehnen von Città di Castello. Am 21. September 1828 erklärte Papst Leone XII., San Giustino als "auf ewig selbstständige und unabhängige Gemeinde". Am 11. September 1860 wurde sie dem königreich Italien angegliedert, nachdem sie von den Truppen des Romagnolen Mantredo Fanti befreit worden war. Auf ihrem Territorium befindet sich Cospaia (Einzelrepublik von 1440 bis 1826), wo in der zweiten Hälfte des XVI. Jh. der erste Tabak Italiens angebaut wurde. Damals wurde dieser Tabak "erba (Gras) tornabuona" genannt, nach dem Namen des Abtes Nicolò Tornabuoni des nahen San Sepolcro, der den Samen dieser Pflanze von einer Mission in Spanien nach Hause brachte.
Sehenswertes:
Im Zentrum von San Giustino liegt das erhabene Schloß Bufalini, das einst als Festung der Bewohner von Città di Castello diente und das, 1487 dem Nicolò di Manno Bufalini gewährt wurde. Bei diesem Anlaß wurden einige Normen für seine Fertigstellung festgesetzt; die Warttürme an den Ecken soliten der Abwehr von Città di Castello dienen. Das Schloß gibt den Anschein einer richtigen Burg, die vom Vasari in eine prächtige Villa und fürstlichen Residenz verwandelt wurde. Seit kurzem von der Gemeinde erworben, wird es bald möglich sein, seine Säle mit den wundervollen Freskenmalereien von Gherardi und mit antiken Möbeln eingerichtet, zu bewundern. Im Inneren des Schloßes befindet sich eine italienische Parkanlage mit Labyrinth.
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