Rundgang durch die Altstadt
Die Porta Consulare aus römischer Zeit besteht aus drei Bögen und zeigt im oberen Teil drei Statuen, möglicherweise aus der Zeir der römischen Republiken oder der julisch-claudischen Dynastie die aus der Gegend des Amphitheaters stammen.
Die Kapelle Tega aus dem 14. Jahrhundert beherbergt Fresken des 15. Jahrhunderts der Umbrischen Schule, unter anderem eine Darstellung der Kreuzigung die Alunno zugeschrieben wird.
Die Kirche S. Maria Maggiore aus dem 13.- 14. Jahrhundert, die auf den Ruinen eines den Göttern Juno und Vesta geweihten Tempels erbaut wurde, verdient vor allem wegen der Capella Baglioni, die 1501 von Bernardino di Betto, genannt Pinturicchio, mit Fresken ausgemalt wurde, eine Besichtigung.
Von der Kirche hat man Zugang zur Pinakothek, in der zahlreiche Werke aus dem 13., 14. und 16. Jahrhundert ausgestellt sind.
Die Kirche S. Andrea aus dem 13. Jahrhundert bewahrt Fresken der Schule Folignos aus dem 15. Jahrhundert, ein Freskenfragment aus dem 13. Jahrhundert, ein Kreuz aus der Zeit Giottos und ein Tafelbild des Pinturicchio.
Seitlich der aus drei Bögen bestehenden Porta Venere aus der Zeit des römischen Kaisers August befindet sich der zwölfeckige Turm Torre di Properzio.
Vor dem Palazzo Comunale Vecchio, 1270 von dem Baumeister Prode erbaut, ist ein Brunnen aus dem 16. Jahrhundert zu sehen. In der Vorhalle sind einige archeologischen Funde ausgestellt, außerdem beherbergt der Palast die Bibliothek und das Geschichtsarchiv.
Die 1120 erbaute Kirche S. Lorenzo wurde mehrere Male und besonders zwischen 1500 und 1600, erneuert. Im Inneren beflndet sich die Sakramentskapelle mit einem Tabernakel aus Marmor, Ende des 16. Jahrhunderts von Flaminio Vacca geschaffen, ein Chorgestuhl aus Holz mit Intarsien von 1533 und eine Holzkrippe aus dem 17. Jahrhundert.
Der Arco di Angusto stammt aus der Zeit der Triunivirate bis Augustus. In der Kirche und dem dazugehöri-gen Kloster S. Maria di Vallegloria, mit deren Bau 1320 begonnen worden war, sind ein Kreuzgang aus dem Jahre 1560 und Fresken aus dem 16. bis 17. Jahrhundert zu sehen. Die Ruine des Arco dei Cappuccini oder auch Porta dell'Arce stammt aus der voraugusteischen Epoche.
Die Porta Urbica aus augusteischer Zeit beeindruckt wegen ihrer ebenmäßigen baulichen Formen.
Das römische Amphitheater aus dem 1. Jahrhundert nach Christus war Teil einer großartigen Anlage, wo unter anderem auch religiöse Schauspiele und Feste begangen wurden. Heute sind von dem Komplex nur noch elliptisch angeordnete Überreste zu sehen.
Die romanische Kirche S. Claudio stammt aus dem 12. Jahrhundert. Der Innenraum ist durch zahlreiche Fresken aus dem 14. und 15. Jahrhundert der Schule Orvietos und der Umbrischen Schule bereichert. Unweit davon befindet sich in einer typisch italienischen Parkanlage die Villa Fidelia aus dem 16. Jahrhundert, die im 18. und 19. Jahrhundert restauriert worden ist. Hier wird die Sammlung Straka-Coppa, die Gemälde, Skulpturen und Antiquitäten umfaßt, auf-bewahrt.
In der Nähe des Friedhof ist die Kirche S. Girolamo mit deni dazu gehörigen Kloster zu finden, ein Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert, dessen ßogengang mit Fresken der Umbrischen Schule des 15. und 16. Jahrhunderts dekoriert ist.
Umgebung
Von Spello aus bietet sich dem Betrachter ein eindrucksvolles Panorama von Perugia bis Spoleto.
Historisch und kunstgeschichtlich sind hier vor allem die beiden mittelalterli-chen Dörfer Collepino und San Giovanni, die auf den Hügeln oberhalb von Spello liegen, von Interesse.
Von Collepino aus erreicht man über eine Panoramastraße über den Monte Subasio die Einsiedzlei Eremo delle Carceri von Assisi.