Rundgang durch die Altstadt
Die Piazza Garribaldi hieß ursprünglich Piazza del Lago (Seenplatz), weil hier bis zum 18.Jahrhundert das aus den Bergen ablaufende Wasser für Verteidigunszwecke aufgefangen wurde.
Das Teatro Clitunno, 1874 vom dem Architekten Domenico Mollaioli erbaut, besitzt einen Bühnenvorhang des Malers Domenico Bruschi (1877), der den Besuch des Kaisers Caligula im Clitunno-Tempel darstellt. Auf einer Häuserfassade ist ein einfarbiges Sgraffito, daß die Geschichte Dianas und Aktaions zum Inhalt hat, zu sehen.
Auf der Piazza Mazzini befindet sich das Rathaus aus dem 13. Jahrhundert, das zwischen 15OO und 17OO mehrfach restauriert worden ist. Hier sei auf den Portikus (15. Jahrhundert), den Balkon (17. Jahrhundert) und die Renaissancefenster hingewiesen. Die Torre Comunale aus dem 13. Jahrhundert wurde durch Kriege und Erdbeben mehrfach zerstört und infolgedessen in mehren Phasen restauriert.
Der Schlag der großen Glocke (1522) reproduziert den Distichon "Convoco, signo, noto, debello, concino, ploro/Armia, dies horas. nubila, laeta, rogos" (ich sammle die Truppen, ich zähle die Tage, ich schlage die Stunden, ich halte die Unwetter fern, ich feiere die Feste, ich beweine die Verstorbenen).
Die Fassade des Palazzo Valentini, heute Palazzo Natalini, eines Renaissance--Bauwerks, zeigt ein gebogenes Portal mit Architrav, auf dem männliche und weibliche Gesichter dargestellt sind; die Fenster werden von Familienwappen verschiedener adliger Familien geziert.
Im malerischen Innenhof sind eine überdachte Treppe, eine Bogengang, ein Brunnen und eine Reihen von Türen, die ebenfalls von ver-schiedenen Familienwappen gerahmt sind, zu sehen. Weitere sehenswerte herrschaftlichliche Wohnsitze alter Adeisfamilien aus Trevi sind die Palazzi Manenti, Salvi, Ciccaglia, Lucarini, Ubaldi, Natalucci, Approvati, della Prepositura Valentini und Urighi.
Die gotische Kirche S. Francesco (14. Jahrhundert) zeigt ein reich geschmücktes Portal. Der einschiffige Innenraum wurde im 15. Jahrhundert mit Fresken ausgemalt; hier ist eine Orgel mit Blasebalg aus dem Jahre 1509 erhalten.
Von dem runden Wachtum Torrione circolare des zweiten Ring der Stadtmauer (13. Jahrhundert) hat man einen schönen Blick auf das weitläufige Panorama; ein weiterer Wachturm in Dreiecksform ist nach Norden gerichtet und trägt den Namen Torrione della Neve.
Die Kirche S. Emiliano stammtt aus dem 12. Jahrhundert. Von der ursprünglichen Kirche sind nur die drei Apsiden erhalten. Das PortaI stammt aus dem 15. Jahrhundert. Der Altar wurde 1552 von Rocco da Vicenza gestaltet. Gegenüber der Kirche befindet sich der Palazzo Lucarini, Sitz des Museums für zeitgenössische regionale, nationale und internationale Kunst.
Der Portico del Mostaccio ist TeiI der ersten Stadtmauer aus römischer Zeit.
Umgebung
Nach einer Legende wurde die Kirche Madonna delle Lagrime 1487-1522 an dieser Stelle errichtet, weil hier angeblich in einer kleinen Kapelle aus einer Madonnendarstellung blutgefärbte Tränen geflossen waren.
In ihrem Innerenraum sind Fresken der Maler Perugino (1521) und dello Spagna (1520) und Grabsteine der Familie Valentini aus dem 16.-18. Jahrhundert zu sehen.
Die Kirche der Klosteranlage Convento di San Martino ist im Inneren mit Fresken umbrischer Maler, darunter Tiberio d'Assisi, Mezzastris und lo Spagna (l6. Jahrhundert) geschmückt.
Die Kirche S. Maria di Pietrarossa aus dem 13. Jahrhundert ist vermutlich über einer Thermenanlage des ursprünglichen römischen Trevis erbaut.
Die Kirche ist nach einem rötlich gefärbten Stein mit einem Loch, aus dem Wasser geflossen sein soli, benannt.
Die Kirche S. Pietro di Bovara stam-mt aus dem 12.-13. Jahrhun-dert. Auf der Fassade ist im Giebel unter der Rosette ein fast vollständig erhaltenes Basre-Iief zu sehen. Die romanische dreischiffige Struktur des Innenraums ist unverändert geblieben. Hier sind ein Holzkreuz aus dem 13. Jahrhundert und in der Sakristei emige Gemälde aus dem 17. Jahrhundert zu sehen.
Im ehemaligen Klosterteil öffnet sich ein Kreuzgang aus der Renaissance.