

UMBERTIDE
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Die Burg |
Umbertide
In der Antike war Umbertide sicherlich ein wichtiger Handetsplatz an den Ufern des Tibers, wo Umbrer und Etrusker ihre Geschäfte abwickelten. Während der Römerzeit war die Stadt mit dem Namen Pitulum bekannt.
Medaillien, Einschreibungen, Säulen, einen Raum mit Votivgegenständen auf dem Monte Acuto und eine Ansiedlung in der Nähe von S. Maria di Sette bestätigen die Existenz dieser Stadt, die von den Barbaren Totilas zerstört wurde. Die Tradition will, daß sie mit dem Namen "Fratta" an jenem Ort wiederaufgebaut wurde, wo sie jetzt steht. Der Wiederaufbau erfolgte im VII. Jh. auf Wunsch der Söhne von Uberto Marchese di Toscana.
Bis zum XII Jh. verwaltete sie sich selber durch eigene Gesetze und erst 1189 um den häufigen Plünderungen ein Ende zu setzen, entschloß der Marchese Ugolino di Ugoccione sein Land unter die Gerichtsbarkeit Perugias zu stellen. 1362 bekam die Stadt eigene Statuten und 1374 spricht man zum ersten Mal von einer befestigten Burg, die dann 1385 vom Architekten Angelo di Cecco, "Trocascio" genannt, restauriert wurde. In dieser Burg wurde 1394 Braccio Fortebraccio da Montone gefangen gehalten.
1550 überließ Julius III. die Stadt "Fratta" Paolo di Niccolò Vitelli, jedoch wurde die Konzession noch in demselben Jahr wiederrufen. 1643 leistete "Fratta" erfolgreichen Wiederstand und schlug die Truppen des Großherzoges von Toskana, die in Umbrien durch das Pierletal vorgestoßen waren, zurück. Die Stadt blieb so bis 1860 unter der Herrschaft des Kirchenstaates, bis sie dann dem Königreich Italien angegliedert wurde.
Am 25. Januar 1863 wurde der antike Name mit "Umbertide" ersetzt, zu Ehren der Söhne Ubertus, die in der Antike die Stadt wiederaufgebaut hatten.
Sehenswertes:
La Rocca (die Burg) wurde zwischen 1374 und 1390 errichtet nach einem Projekt von Angeluccio di Ceccolo, auch "Trocascio" genannt, Alberto Guidalotti führte den Bau aus. Ein 40 Meter hoher quadratischer Turm und drei kleinere mit Zinnen versehene Warttürme schenken dem Bau ein erhabenes Aussehen. Das Fundament besteht aus Mauern, die mehr als zwei Meter breit sind. Die Tore waren einst mit Zugbrücken versehen. Im XIV. Jahrhundert wurde Braccio Fortebraccio da Montone in dieser Burg gefangen gehalten. Von 1818 bis 1923 wurde sie als Bezirksgefängnis benutzt. Seit kurzem ist die Burg, vollständig restauriert, wieder öffentlich zugänglich (es ist möglich die Burg von den Kellergeschoßen bis zum höchsten Turm zu besichtigen). Sie besitzt vielseitig verwendbare Räume, die für Ausstellungen und kulturellen Initiativen zur Verfügung stehen.
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