Die Gemeinde Valtopina umfaßt die Ortschaften Giove, Sasso, Gallano. Pasano, Casa Tommaso, Serra, Balciano, Colfulignato, Vallemare, Poggio, S. Cristina und Franchillo.
Nur Valtopina liegt in derTalsohle. Ansonsten ist die Landschaft vorwiegend hügelig und
teilweise sogar bergig.
Das heutige Zentrum Valtopinas hieß ursprünglich Cerqua nach der Bezeichnung des Ortes, wo eine Christoph Columbus geweihte Kirche stand. Über mehrere Jahrhunderte war das Schicksal dieser Gemeinde eng mit dem Schicksal seiner Kirchen verbunden, die nach der Aufhebung der Diozöse des Foro Flaminio, der die Rechtsprechung im gesamten Topina-Tal zustand, der Diozöse Folignos unterstellt wurden, zu der das Gebiet möglichenweise auch ursprünglich gehörte.
Sehr zahlreich sind hier die alten Kirchen: S. Cristina in dem gleichnamigen Ort, S. Silvestro in Pasano, S. Giovanni in Giove, S. Pietro und S. Angelo in Rotondolo, S. Sisto in Gallano, S. Pietro in Serra, S. Lorenzo in Villa Acqui, S. Venanzo in Colle Acqui, S. Cristoforo in Cerqua und S. Stefano in Gallano, die, wie auch andere der o.g. Kirchen, Teil eines ein Benediktinerklosters (1085 erbaut) war, das hier im Topina-Tal wegen seiner Reichtümer und seiner vielen Privilegien eine nicht unbedeutende Rolle spielte. Der erste Abt des Klosters (1132), ein gewisser Berardo, war ein Abkömmling der Grafen degli Atti aus Nocera Umbra.
1191 ging das Kloster S. Stefano in den Besitz der mächtigen Abtei Santa Croce di Sassovivo in Foligno über, wie im Lauf der Zeit auch weitere Kirchen und kirchliche Lehen des Topino-Tals.
Unter den zahlreichen mittel alterlichen Burgen in den verschiedenen Ortschaften hatte vor allem die Burg von Serra eine strategische Bedeutung. 1229 wurde sie von den Herren Armenzanos und den Kanonikern Assisis umkämpft. Heute erinnern im gesamten Gemeindebezirk Valtopina an diese Epoche nur noch vereinzelte Überreste: von der Burg von Poggio ist der Turm erhalten, in Gallano, Santa Cristina, Pasano und Serra sind nur noch Ruinen zu sehen. Daneben sind auch noch einige bauliche Zeugnisse der römischen Epoche erhalten, so in Ponte Rio und fieve Fanonica und die Überreste eines Forums.
Die typischen Wälder und Pinienhaine dieser Gegenden, bieten den Wanderem zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten.
Umgebung
In der Gegend, die Fosso del-l'Anna genannt wird (am Osthang des Subasio), zwischen S. Giovanni di Collepino (Spello) und Valtopina, steht diese alte Mühle der Familie Buccilli (schon seit 1861 registriert), die heute noch in Betrieb ist.
Das Wehr oberhalb der Mühle wird von einem kleinen Bach, der aus dem Berg kommt, gespeist. Ein Wasserrad dessen Schaufeln wiederum durch das herabfallende Wasser des Wehrs bewegt werden, betreibt die Mühlsteine.